· 

Was ist Resilienz?

 

Kurz gesagt, ist Resilienz die Fähigkeit, herausfordernde Lebenssituationen schneller und besser zu bewältigen und im besten Fall gestärkt daraus hervorzugehen. Sie wird auch seelisches Immunsystem genannt, weil resiliente Menschen wissen, was sie brauchen, um in schwierigen Situationen gut zu meistern.

 

In der Resilienz Forschung (einen Überblick über aktuelle Untersuchungen gibt es unter www.drz-mainz.de ) werden Erkenntnisse darüber gesammelt, was dazu beiträgt, dass einige Menschen mit starken Belastungen besser zurechtkommen und gesünder bleiben als andere. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um vielfach um Faktoren handelt, die im Laufe des Lebens beeinflusst und gestärkt werden können.

 

Aus den gewonnenen Erkenntnissen haben Forscher Konzepte für das Training von Resilienz entwickelt, die zum einen die vorhanden Fähigkeiten bewusst machen und stärken und zum anderen neue Sicht- und Handlungsweisen aufzeigen, die dabei helfen, Herausforderungen gut zu meistern.

 

Eines dieser Konzepte, von den Forscher Karen Reivich und Andrew Shatté (2002) entwickelt, benennt 7 Faktoren die einen positiven Einfluss auf die Fähigkeit, mit Widrigkeiten und Krisen umzugehen, haben:

 

Optimismus – Zuversicht, Vertrauen in die Zukunft und der Mut, Chancen zu ergreifen

 

Akzeptanz – Die Fähigkeit, das, was ohnehin nicht zu ändern ist, zu akzeptieren statt dagegen anzukämpfen

 

Verantwortung übernehmen – Die Eigenverantwortung erkennen und verantwortungsbewusst zu handeln

 

Zukunftsorientierung – Die eigene Motivation erkennen, Ziele finden und ihre Erreichung aktiv anzugehen

 

Lösungsorientierung – Nicht in Problemanalysen verharren sondern Lösungen entwickeln, die die Situation besser machen

 

Selbstverantwortung statt Opferrolle – Den eigenen Gestaltungsspielraum erkennen und Verantwortung für Gefühle und Bedürfnisse übernehmen

 

Netzwerkorientierung – Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte und die Fähigkeit zu guter Netzwerkarbeit

 

Somit ist Resilienz-Training ist eine Möglichkeit, mit Stress und Herausforderungen gelassener umgehen zu können, und kann dazu beitragen, die zunehmende Anzahl psychischer Erkrankungen und Burnout zu reduzieren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0