Anstehende Workshops:

 Workshop in Melbeck:

Grenzen setzen - mit gutem Gewissen Nein sagen

 

Sie möchten Ihre Grenzen besser spüren und Wege finden, sie gut zu halten?
In meinem Workshop am 29.05.2018 um 19:00 Uhr dreht sich alles darum, wie Sie auf sich aufpassen können und trotzdem im guten Kontakt mit anderen bleiben mehr Info

Workshop Resilienz – Innere Stärke in stürmischen Zeiten

 

Wollen Sie Ihre Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen Mut und Lebenskraft zu behalten, stärken?
Am 07.06.2018 um 19:00 Uhr erhalten Sie einen Einblick in das Thema Resilienz, können feststellen, wie stark sie bei Ihnen ausgeprägt ist und erfahren, was Optimismus und Zukunftsorientierung für einen Einfluss auf die resilienz haben 
mehr Info über Resilienz

Wie man aus Konflikten Chancen machen kann

Zwei Tassen als Symbol für erfolgreiche Konfliktklärung

Streit aus dem Weg zu gehen, weil das Austragen eines Konflikts unangenehm werden kann, ist keine sinnvolle Strategie, weil der Auslöser in den seltensten Fällen einfach verschwindet. Statt dessen vermehrt sich der Ärger, bis es zur Explosion kommt.

 
Da wir alle sehr unterschiedlich sind, lassen sich Spannungen kaum vermeiden, doch es gibt einige Faktoren, die dazu beitragen können, sie gut zu bereinigen und sogar die Beziehung zu stärken:

 

Rechtzeitig ansprechen was stört

Die meisten Konflikte fangen mit harmlosen Vorkommnissen an: mein späterer Konfliktpartner tut etwas, was mir gegen den Strich geht, doch ich will nicht kleinlich sein und behalte es für mich. Auch der nächste Vorfall ist eigentlich nicht der Rede wert, deshalb halte ich still - und sammle weiter.
Wenn ich dann endlich etwas sage, bin ich so geladen, dass ich förmlich explodiere. Mein Gegenüber fühlt sich völlig überrumpelt, denn er oder sie hat ja nicht ahnen können, dass mich etwas stört und fühlt sich angegriffen und enttäuscht, weil ich nicht früher etwas gesagt habe. So gehen wir beide in die Auseinandersetzung und schaukeln uns gegenseitig hoch.
Will ich das vermeiden, ist es wichtig, dass ich mir frühzeitig ein Herz fasse und anspreche, was mich irritiert. 

Übrigens: auch nicht ausgesprochene Erwartungen können zu Konflikten führen.

 

Was willst du eigentlich?

Wenn wir erstmal so richtig im Streitgeschehen unterwegs sind, ist es kaum möglich, eine Lösung zu finden, denn die aufbrausenden Emotionen verhindern, dass wir uns zuhören und  gegenseitig verstehen können.
An diesem Punkt angekommen, ist es oft sinnvoll, eine Pause einzulegen und erst wieder das Gespräch zu suchen, wenn die Gemüter abgekühlt sind.
Doch Achtung: Es gibt unterschiedliche Konflikttypen, und für einige Menschen ist das Herausgehen aus der Auseinandersetzung eine zusätzliche Provokation. Deshalb ist es wichtig, sich kurz abzustimmen und im Idealfall zu vereinbaren, wann das Gespräch weiter gehen soll („Ich glaube wir kommen hier nicht weiter, lass uns … noch einmal darüber sprechen.“)

 

Vorwürfe führen nicht weiter

Klar, wenn man erst einmal in Rage ist, ist das Bedürfnis, Frust abzulassen, groß. Doch wenn ich meinem Gegenüber Vorwürfe mache, wird das sie oder ihn kaum dazu bewegen, sich mein Anliegen anzuhören.
Es empfiehlt sich für die Klärung des Konflikts, aus der Ich-Position zu schildern, was mich bewegt. So bleibe ich bei mir und die Person, mit der ich den Konflikt habe, muss nicht in Verteidigungshaltung gehen.

 

Wir beide haben das Recht auf eine Meinung

 

Mitten im Streit kommt mir so gut wie alles, was mein Gegenüber sagt, als Angriff vor. Wenn ich mich von diesem Gefühl distanzieren kann und sehe, dass wir beide eine – meist sehr unterschiedliche – Sicht der Dinge haben, ist schon ein großer Schritt getan. Denn dann ist die Basis dafür gelegt, dass ich das Handeln des anderen verstehe und wir uns aufeinander zubewegen können.

 

Warum rege ich mich auf?

 

Die Tatsache, dass wir uns über jemanden aufregen, zeigt meist, dass dieser Mensch uns nicht gleichgültig ist. Denn wenn es so wäre, könnten wir relativ schnell aus der Wut in eine „ist mir egal“-Haltung kommen und das Geschehene vergessen.
Wenn dies nicht gelingt, ist das ein Hinweis, dass es für dich wichtig ist, den schwelenden Konflikt zu klären.

Außerdem kann die starke Reaktion auch ein Fingerzeig auf etwas sein, dass in unserem Inneren los ist: Möglicherweise bringt uns gar nicht der eigentliche Streitpunkt auf die Palme, sondern das Gefühl, das damit verbunden ist und was wir schon aus der Vergangenheit kennen (z.B. fehlende Wertschätzung, Zurückweisung, Wunsch nach Akzeptanz der eigenen Meinung)

 
Ein geklärter Konflikt kann die Beziehung stärken

 

Das Gute ist: Im Laufe einer Konfliktklärung können wir viel über uns und über den Anderen lernen. Das trägt dazu bei, dass wir zukünftig mehr Verständnis aufbringen können, denn wir wissen um unsere Bedürfnisse und um die der anderen Person und können darauf Rücksicht nehmen.
Und je besser wir uns gegenseitig kennen und verstehen lernen, desto tiefer kann eine Beziehung werden.

 

Wenn du noch mehr über einen konstruktiven Umgang mit Konflikten wissen möchtest: In meinem Workshop Und wie streitest du so? erfährst du etwas über dein eigenes Konfliktverhalten und bekommst weitere Tipps, wie du besser mit Streit umgehen kannst.

 

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