Höher, weiter, schneller – muss es immer mehr sein?

Resilienz Lüneburg

Neulich unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der mir davon erzählte, welche Erfolge er in seinem Beruf hat und wie seine Kinder ackern, um gute Zensuren zu bekommen. In unserer heutigen Welt ja ein ziemlich normales Gespräch. Als er erzählte, sein Kind - kurz vor dem Abi – wäre so unglücklich, weil es in einem wichtigen Fach nur eine Zwei erreichen würde, sonst hätte es überall eine Eins, brachte mich das ins Grübeln:

Vergleichen und bewerten

Was tun wir uns damit an, wenn alles immer besser werden muss? Wenn wir uns ständig vergleichen und bewerten? Bringt uns das wirklich weiter oder landen wir dadurch nicht irgendwann in der Überlastung? Stehen wir nicht ohnehin schon dauernd unter Spannung?
Besser ist, sich selbst mit der eigenen Individualtität wahrzunehmen. Und zu erkennen, dass das Leben durch unsere Unterschiedlichkeit viel besser ist.

 

Umdenken
Die Erwartung, immer besser sein zu müssen,
in der Gesellschaft und in uns selbst, lässt sich sicher nicht von jetzt auf gleich ändern. Wir können aber damit anfangen. Indem wir uns die Zeit nehmen, anzuerkennen, was wir schon geleistet haben. Und jedes Ziel, das wir uns stecken, zu prüfen, ob es realistisch und wirklich gut für uns ist. Und ob wir uns dieses Ziel selbst gesteckt haben, oder ob wir es anstreben, weil wir Erwartungen erfüllen möchten.

 

Entspannung und ein besseres Selbstbild

Das Ergebnis ist mehr Entspannung und Zufriedenheit. Und mehr Menschen, die ihre Ziele auch wirklich erreichen können. Möglicherweise sogar die Erkenntnis, dass wir auch ohne das „höher, schneller, weiter“ tolle Menschen sind.

 

Wie siehst du das? Ich freu mich über einen Kommentar dazu.

 

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