Resilienz für Hochsensible - Lösungsorientierung

 

Ich habe immer wieder festgestellt, dass ich als hochsensibler Mensch sehr von der Stärkung meiner Resilienz profitiere. Sie hilft mir, die Herausforderungen, die immer wieder mal auftauchen, besser zu bewältigen und Wege zu finden, die positiven Seiten der Hochsensibilität schätzen zu können.

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Resilienz (auch seelische Widerstandskraft genannt) eines Menschen beeinflussen. In den ersten Teilen dieser Serie ging es um Akzeptanz, Optimismus und die Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben. In diesem Teil gehe ich darauf ein, wie Lösungsorientierung zu mehr Gelassenheit beitragen kann.

 

Teil 4: Resilienzfaktor Lösungsorientierung

 

In schwierigen Zeiten, in denen viele Herausforderungen auf einmal kommen, hatte ich manchmal den Eindruck, dass es gar nicht mehr aufhörte. Dieses Gefühl und die zunehmende Erschöpfung führten dazu, dass mir immer schlechter ging. Ich habe mich nur mit den Problemen, nicht mit der Lösung beschäftigt.

Im Rückblick kann ich erkennen, dass jede stressige Phase auch wieder vorbei gegangen ist und dass ich in der Lage war, dafür zu sorgen, dass es mir wieder besser ging. Die Erinnerung daran, dass es sich immer wieder zum Besseren gewendet hat, hilft mir heute sogar, wenn ich mal einen schlechten Tag habe. Denn dann kann ich akzeptieren, dass es gerade ist, wie es ist, und den Dingen ihren Lauf lassen. Oft fühle ich mich alleine dadurch schon besser.

Mir bewusst zu werden, wie viel Einfluss ich darauf habe, auf welche Gedanken ich mich konzentriere, hat mir einen Weg aus der Problemhypnose aufgezeigt. Statt viel Aufmerksamkeit auf das, was mich runterzieht zu geben, stoppe ich bewusst diese Gedanken und befasse mich mit der Lösung meiner Probleme und mit dem, was ich tun kann, damit ich mich besser fühle.

 

Die Voraussetzung dafür, dass du überhaupt Kapazität für die Lösungssuche frei hast, ist, dass du deine Gefühle in den Griff bekommst. Das bedeutet nicht, dass du alles, was dich nervt, frustriert oder wütend macht, wegdrücken musst. Die Kunst ist, den negativen Emotionen so viel Raum zu geben, wie sie brauchen, um sich zu beruhigen, und dann den Blick hin zu Möglichkeiten und Chancen zu wenden.
Dabei ist es hilfreich, wenn du einen Abstand zu den Gefühlen nehmen kannst, dich nicht verurteilst, dass du jetzt so fühlst und genau nachspürst, wann es besser wird.

Eine Möglichkeit, die dir hilft, wieder "runterzukommen" ist, dass du dich auf deine Atmung zu konzentrierst. Auch Lächeln, wie im Beitrag über Optimismus beschrieben, kann einen beruhigenden Einfluss auf deine Emotionen haben.

 

Lösungsorientiert zu denken ist für uns eher ungewohnt, weil oft die Energie darauf verwendet wird, nach Schuldigen zu suchen - auch wenn das selten vorwärts bringt. Mehr Sinn macht es, die Energie darauf zu lenken, erwünschte Ergebnisse zu erzielen, Ressourcen zu aktivieren, Verbesserungen zu schaffen oder neue, kreative Lösungen zu finden.

 

Ein Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Resilienz war, zu erkennen, welche Fähigkeiten ich zur Bewältigung von herausfordernden Situationen habe. Das hat dazu beigetragen, dass ich meinen Koffer mit immer mehr möglichen Lösungen füllen und meine Handlungsfähigkeit in der konkreten Situation weiter ausbauen konnte. Was mir wiederum die Zuversicht gibt, dass ich, was immer auch geschieht, damit klar kommen werde.
Und das macht wirklich gelassen.

 

Mehr Infos zum Resilienz-Training findest du hier

 

Wenn du Unterstützung dabei brauchst, die Herausforderungen deiner Hochsensibilität zu bewältigen oder die Stärken darin zu sehen, nimm gerne Kontakt zu mir auf. Telefonisch unter 04131 26 41 20 oder per e-mail können wir klären, was dir hilft, entspannt mit deiner Hochsensibilität umzugehen und sie gut für dich zu nutzen.

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