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Schönheit der Hochsensibilität

Für mich gibt dieses Bild das wieder, was das Leben eines hochsensiblen Menschen ausmacht. Wenn du daraufklickst, um es zu vergrößern, wird es noch deutlicher.

 

Was mir dazu einfällt:

 

Das hochsensible Leben

 

- ist bunt und voller Eindrücke

- es gibt eine Vielfalt von Dingen wahrzunehmen

- kann überfordernd werden

- wenn du dich auf einzelne Punkte konzentrierst, kannst du die Schönheit dieser Vielfalt genießen

- Neben all dem, was passiert, gibt es einen Ruhepunkt, von dem aus du das Gewusel mit Abstand betrachten und

   entspannen kannst

 

Und wie kannst du dafür sorgen, dass sich die Schönheit deines hochsensiblen Lebens entwickeln kann? Hier findest du einige Fragen, deren Beantwortung dir auf deinem Weg behilflich sein können.

 

Durch Selbstannahme und Akzeptanz

 

Bist du dir bewusst, was dich an dir stört? Hast du schon mal überlegt, was Positives darin stecken könnte? Und was dir hilft, besser damit umzugehen?


Durch Selbstfürsorge und einem guten Draht zu dir selbst

 

Nimmst du wahr, wann du Rückzugszeiten brauchst? Und erlaubst du dir, sie zu nehmen?

Weißt du, wie du dir etwas Gutes tun kannst? Was dich entspannt und deine Batterien auflädt?

Merkst du, wann es dir zu viel wird? Und kannst du dann aufhören? Spürst du deine Grenzen und kannst du sie schützen?

 

Durch das bewusste Steuern deiner Gefühle

 

Ist dir klar, dass du nicht deine Gefühle bist, sondern dass sie nur ein Teil von dir sind? Weißt du, wie du deine Stimmung beeinflussen kannst? Hast du schon mal geschaut, was eigentlich hinter deinen Gefühlen steckt, was sie beeinflusst?

 

Durch ein gutes Umfeld

 

Weißt du, was du brauchst, um dich wohlzufühlen und holst du das auch in dein Leben? Und änderst du das in deinem Leben, was dir nicht guttut? Hast du Menschen, die dich unterstützen und mit denen du dich austauschen kannst? Kannst du um Hilfe bitten, wenn du sie brauchst?

 

Durch das Bewusstmachen und Entwickeln deiner Stärken

 

Weißt du, was du gut kannst und was dir Spaß macht? Und holst du dir viel davon in dein Leben? Ist dir bewusst, was du schon alles geschafft hast? Wertschätzt du deine Erfolge? Kannst du positive Rückmeldungen annehmen und dich durch sie stärken lassen?

 

 

Wenn du Tipps brauchen kannst, wie du das, was hinter den Fragen steckt, umsetzen kannst, schau doch mal in meinen Blog. Dort findest du eine Vielzahl von Tipps und Impulsen, die dir helfen, die Schönheit deines hochsensiblen Lebens zu entfalten.

 

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Marla234 (Dienstag, 12 Mai 2020 20:55)

    Hallo,
    ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht besonders viel von Hochsensibilität halte.
    Denn die meisten diagnostizieren sich das ja eigentlich nur selbst. Was der ganzen Sache den wissenschaftlichen Charakter nimmt und es weiterhin im Esoterikbereich herumdümpeln lässt.
    Wenn mich selbst als Hochsensibler ein fundierter Nachweis, dass man selbst tatsächlich hochsensibel ist, egal ist, tja, dann kann jeder über sich behaupten un dsich labeln wie man will.
    Bei den meisten ist es entweder ein nichtssagender Internettest oder irgendein Selbsthilfebuch von irgendeinem selbstdiagnostizierten Hochsensiblen ohne fachliche psychologische Titel, was zur Erkenntnis "hochsensibel" zu sein geführt hat.

    Selbstdiagnostik ersetzt keine fundierte Diagnostik. Und da hat sich in 30 Jahren seit diese Aron das entdeckt hat nichts getan. Krass, dafür wird das im Internet aber immernoch gehyped wie nochmal was.

    Wenns danach geht, dann bin ich wirklich hochsensibel. Denn ich habe Borderline. Dadurch bin ich sehr zart besaitet in so manchen Dingen. Und manchmal, wenn mir Reize zu viel werden, dann drifte ich einfach weg und gleite aus meinem Körper. Nennt sich auch DIssoziation.
    Mein Label kommt von professioneller Seite.
    Wenn ich das offen lege, hört man bei den Hochsensiblen die Grillen zirpen. Betretenes Schweigen, weil sie keinen Schimmer haben. So bin ich unter Hochsensiblen der Außenseiter, darf mir aber deren Pseudogequatsche anhören, wenn sie sich, alle mit selbst ernanntem Doktorittel gegenseitig in ihrer Selbstdiagnostik beweihräuchern.
    Leute, ihr seid nix weiter als Normalos, die sich ein Label anheften von dem sie nicht wissen ob es auf sie zutrifft. Das was euch verbindet ist eure Selbstdiagnostik. Gratulation
    Ist halt heutzutage cool ein Label zu haben. Bloß ein echtes Label will keiner von euch.
    Solange man als gesund gilt, cool. Pathologisch, uncool.
    Oh Mann...
    Geht zu nem Psychiater und lasst euch eure Hochsensibilität professionell diagnostizieren, statt an euch selbst rumzudoktorn! Ihr seid Laien!

  • #2

    Sabine - Die Kommunikationslotsin (Mittwoch, 13 Mai 2020 00:09)

    Hallo Marla234,
    vielen Dank für deinen Kommentar.

    ich gebe dir recht, dass das vergeben von Labeln mit Vorsicht zu genießen ist. Meiner Erfahrung nach, handelt es sich bei den Menschen, die sich dem hochsensiblen Bereich zugehörig fühlen, um viele unterschiedliche Individuen, die eine Reihe von ähnlichen Herausforderungen und Fähigkeiten haben. Welche das sind, kannst du in verschiedenen Artikeln auf meiner Webseite oder z.B. auf http://www.zartbesaitet.net finden.
    Diese Einordnung als Hochsensible hilft mir, andere Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu finden und z.B. über Möglichkeiten auszutauschen, mit den Herausforderungen besser klar zu kommen und die Fähigkeiten zu erkennen. Insofern ist hier das Label für mich hilfreich und ich habe schon eine ganze Reihe von Menschen getroffen, denen das genauso geht.

    In den Medien sind häufig Erfahrungsberichte zu finden, weniger der aktuelle Stand der Wissenschaft. Es gibt mittlerweile eine Reihe von Forschungsprojekte zum Thema Hochsensibilität, einen Überblick findest du z.B. unter https://www.sensitivitaet.info

    In der ganzen Diskussion finde ich wichtig, dass man, weil man so oder so ist, nicht über andere urteilt oder sich für etwas Besseres bzw. andere für etwas Schlechteres hält. Wir sind immer noch alle Menschen, jede und jeder mit eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Und je mehr man sich dessen bewusst ist und sein Leben entsprechend gestalten kann, desto besser kommt man mit sich und anderen zurecht.

    Herzliche Grüße
    Sabine

  • #3

    Marla234 (Mittwoch, 13 Mai 2020 00:47)

    Hey,
    danke für die Antwort.
    Was urteilen angeht, da ist meine Erfahrung, dass Hochsensible sich gerne für was Besseres halten.
    Letztens erst kam mir eine und äußerte mir gegenüber die typischen Stigmata. Meine Erkrankung sei ja die schlimmste überhaupt. Menschen wie ich seien manipulativ und überhaupt beziehungsunfähig.
    Dieselbe Person rühmt sich damit aufgrund ihrer Hochsensibilität, die sie übrigens durch den angebotenen Internettest auf Zartbesaitet.de entdeckt hat. besonders empathisch zu sein.

    Wer sich selbst für sowas Besonderes hält, in dem Fall besonders empathisch, und dann einen mit allen anderen in einen Topf schmeißt, na ja, muss man dazu noch was sagen?

    Davon abgesehen habe ich wirklich auch schon oft erlebt wie sich "HSPs" unter einander austauschen. Die eine machte den Test bei Zartbesaitet.de, empfiehlt das der nächsten. Und, wer hätte es gedacht? Kommt raus, die ist auch hochsensibel. Und Person drei gleich auch.
    Spreche ich davon, dass das ein Test ist, der kein bisschen psychologisch fundiert ist, sondern den jeder x-Beliebige online stellen kann, kommt wortwörtlich: "Was interessiert mich die Wissenschaft dahinter?!" Ähm, ja, darüber urteile ich sehr wohl.
    Und zwar nicht im positiven Sinne.

    Wenn man Gleichgesinnte finden möchte, dann gibt es da draußen zig Leute mit denselben Fähigkeitn, Interessen, Emofundungen wie man selbst. Man braucht sich dafür nicht hochsensibel nennen.

    Ich finde das auch irgendwo, dass dieses Selbstlabeln ein falsches Bild vermittelt. und zwar, jeder kann sich andichten was er gerade will. Wer braucht schon eine professionelle Abklärung?
    Ich komme mir da etwas vera*** vor. Wenn ich daran denke, dass ich Jahre damit verbracht habe mir HIlfe zu suchen bis ich endlich nach einer regelrechten Odyssee die richtige Diagnose bekam.
    Und hier reicht einfach ein Internettest.
    Sich selbst zu labeln ist dasselbe wie meine Diagnose.
    So wird das hier gehandhabt. Und ja, da fühle ich mich verhonkt.

    Vor allem, wenn die meisten über ihr Gefühle oder dergleichen in Verbindung mit ihrehr "Hochsensibilität" erzählen, hatte ich schon oft die Vermutung: Das hat damit nix zu tun. Das fällt eher in den Bereich Panikattacken oder Depression.
    Und was kam raus?
    Bei dreien dieser "hochsensibler": Sie haben Depressionen.
    Hm, da möchte man also ein Label womit man als gesund gilt, hat in WIrklichkeit eine psychische Krankheit. Hm...
    Wird auch sehr oft von Laien verwechselt.
    Deshalb sollte man auch nicht an sich selbst herumdoktorn. Und das auch bei anderen nicht bestärken. Man kann sowas von falsch liegen,

    Für mich ist das nichts weiter als eine Modediagnose.

  • #4

    Sabine - Die Kommunikationslotsin (Mittwoch, 13 Mai 2020 13:08)

    Hi, danke dir für deine Antwort.

    Meiner Meinung nach ist es wichtig, zu differenzieren: Hochsensibilität ist keine Krankheit, insofern gibt es auch keine Diagnose. Die Definition des Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. lautet:
    "Aufgrund besonderer Eigenschaften ihres Nervensystems nehmen Hochsensible mehr
    und intensiver wahr als andere Menschen.
    Dies hat manche Vorteile, führt allerdings auch zu früherer Erschöpfung
    und scheinbar geringerer Belastbarkeit."

    Das hochsensible Menschen ebenso wie jeder andere krank sein/werden können, steht hierbei außer Frage, ebenso wie die Tatsache, dass Hochsensibilität nicht automatisch den Charakter besser macht. Schwierige Verhaltensweisen gibt es überall, und ich bedauere es, wenn diese den Eindruck hinterlassen, dass alle Hochsensiblen sich für etwas Besseres halten.
    Wie ich vorher schon geschrieben habe, niemanden steht es zu, über andere zu urteilen, weil keine/r in den Schuhen der anderen steckt.

    Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass wir eine unterschiedliche Einschätzung darüber haben, ob es Hochsensibilität gibt und wie sinnvoll es ist, diese als Orientierung zu nutzen.
    Das ist für mich ok.
    Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ich meine Hochsensibilität erlebe und welche Unterstützung ich aufgrund der Gemeinsamkeiten hilfreich finde, kannst du mir gerne eine Mail an nachricht@die-kommunikationslotsin.de schreiben.

    Herzliche Grüße
    Sabine

  • #5

    Gabriele Herrmann (Mittwoch, 27 Mai 2020 16:22)

    Liebe Sabine,

    wenn Du mir nicht bekannt wärst, hättest Du jetzt - nach Deinen beiden Antworten - einen neuen Fan.
    Gabriele

  • #6

    Gabriele Herrmann (Mittwoch, 27 Mai 2020 16:31)

    Liebe Sabine,

    das Foto ist wunderschön; wenn ich die Augen schließe, sitze ich auf der Bank.
    Aber dann kommt der Störenfried im Kopf und fragt mich, wie ich trockenen Fußes dahin komme......

    Gabriele

  • #7

    Sabine - Die Kommunikationslotsin (Mittwoch, 27 Mai 2020 17:03)

    Liebe Gabriele,

    ich danke dir, dass du mir so viele schöne Rückmeldungen gibst. Das motiviert mich bei meiner Arbeit.
    Die Auflösung für den kleinen Störenfried:
    Es gibt eine Brücke zu der Bank:-)

    Ganz herzliche Grüße und alles Gute
    Sabine