In meinem Gedanken-Seiten-Blog schreibe ich über Dinge, die mich beschäftigen oder inspirieren. Darüber, wie wir mit uns und anderen umgehen:

Fr

12

Jan

2018

Bestimmst du die Richtung in deinem Leben?

Wer ist für dein Leben verantwortlich? Bist du es selbst, oder hast du die Verantwortung an andere abgegeben? Wir neigen manchmal dazu, es auf andere Menschen oder die Umstände zu schieben, wenn unser Leben nicht so läuft, wie es uns gefällt. Das mag im ersten Moment einfacher sein, doch es ist auf Dauer nicht hilfreich, denn so leben wir an dem, was uns ausmacht und was wir brauchen, vorbei.

 

Wie wäre es, einfach mal genauer zu schauen, woran es liegen mag, wenn es gerade nicht läuft:

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Ich könnte ja auch… – entspannter Umgang mit Aufschieberitis

Während ich hier am Schreibtisch sitze und über meinem Blogbeitrag grübele, fällt mir auf, was plötzlich alles meine Aufmerksamkeit einfängt: „Oh, die Blumen wollte ich noch gießen…, ach, Wäsche waschen war noch dran…“ bis hin zu „Fenster putzen könnte ich doch auch noch!“
Kennst du das? Dieses Verhalten wird prokrastinieren oder Aufschieberitis genannt und hat einen ziemlich schlechten Ruf. Auf der einen Seite ist das nachvollziehbar, denn es hält mich ja davon ab, das zu tun, was ich mir vorgenommen habe. Auf der anderen Seite zeigt es mir aber auch, dass ich momentan noch nicht bereit für diese Aufgabe bin.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass es mir gar nichts bringt, wenn ich mich zu einem Tun zwinge (Folge: Kopf leer…), habe ich ein paar Strategien entwickelt, die mir helfen, trotzdem weiter zu kommen:

Dem Impuls nachgeben – oft hilft es mir, erst einmal das zu tun, was mir in den Sinn kommt. Danach kann ich mich besser auf meine eigentliche Aufgabe konzentrieren. 

 

Immer wieder prüfen, ob es jetzt geht – wenn die eine Ausweichtätigkeit noch nicht reicht, mache ich mit dem weiter, was mir in den Sinn kommt. Sobald ich damit fertig bin, gehe ich in mich und spüre nach, ob ich bereit bin, mich an meine eigentliche Aufgabe zu setzen.

 

Aufgaben abspecken oder unterteilen – manchmal ist das, was ich mir vorgenommen habe, schlicht zu viel. Dann hilft es mir, wenn ich die Aufgabe in kleinere Arbeitspakete unterteile oder Teile, die nicht so wichtig sind, weglasse.

 

Helfer suchen – es kann dich weiter bringen, dir Menschen zu suchen, die dich bei der Bewältigung der Aufgabe unterstützen. Ihr könnt euch austauschen und so Ideen finden. Oder, wenn es etwas ist, was gemeinsam bearbeitet werden kann, kann deine Unterstützung dir beim Erledigen der Aufgabe helfen.

 

Was brauche ich, damit ich loslegen/weitermachen kann? – manchmal hilft es, sich kurz hinzusetzen und wahrzunehmen, was noch fehlt, damit die Aufgabe gut von der Hand geht. So kann Musik, eine Tasse Tee oder ein Stück Schokolade die Motivation deutlich heben.

 

Aussicht auf eine Belohnung – du kannst dir selbst versprechen, dass du dir, wenn du den Teil deines Vorhabens, den du heute beendet haben möchtest, geschafft hast, etwas Schönes gönnst.

 

Solltest du feststellen, dass du die Aufgabe immer und immer wieder verschiebst, hast du zwei Möglichkeiten: entweder, du zwingst dich dazu, sie zu machen. Oder du klärst mit dir selbst, ob du es sein lässt. Denn Aufschieberitis kann auch ein Hinweis darauf sein, dass du dir etwas vorgenommen hast, was du nicht tun willst oder kannst.

 

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