Stimmt das noch? – Wie du aufhörst, dich von alten Denkmustern treiben zu lassen

Trommel - Coaching für neue Denkmuster

Wir alle haben eine Reihe von Denkmustern, die unser Verhalten und unsere Einstellung zu dem, was uns widerfährt, beeinflussen. Es handelt sich hierbei meist um Erfahrungen und Aussagen aus der Kindheit, die auch heute noch unser Leben bestimmen. Oft genug sorgen sie dafür, dass wir viel Energie für Verhaltensweisen aufwenden, die uns nicht hilfreich sind und uns sogar ausbremsen.

 

Was kannst du tun, um negativen Gedankenmustern auf die Spur zu kommen und sie zu verändern?

Bild Antreiber - neue Denkmuster für mehr Resiliens
Innere Antreiber mit positiven und negativen Aspekten

Hör dir zu – wenn du in einer Situation bist, die dir Stress bereitet, nimm dir einen Augenblick Zeit, um deinen Gedanken zuzuhören. Oftmals tauchen die Glaubenssätze in solchen Situationen auf, z.B. „Ist ja klar, dass du das nicht schaffst!“ oder „Das ist/Du bist nicht gut genug“.

 

Halte ein innerliches Stopp-Schild hoch – übe es, dein Denken zu unterbrechen, wenn solche abwertenden Gedanken auftauchen. Das fällt am Anfang schwer, je mehr du es übst desto besser funktioniert das.

 

Schreib dir auf, was dich antreibt.
Die fünf Hauptantreiber sind:

 

Sei stark!
Sei perfekt!
Mach es allen recht!
Beeil dich!
Streng dich an!

 

Hinterfrage die darauf aufgebauten Glaubenssätze – Wenn z.B. die Bedürfnisse aller anderen immer vor deinen eigenen stehen, darfst du keine Grenzen setzen. Doch darfst du das wirklich nicht? Wie sinnvoll ist das?

 

Schau nach dem Nutzen der Gedankenmuster – Jeder dieser Gedanken hat, wenn er nicht übertrieben wird, auch eine positive Seite. So ist es beispielsweise vernünftig, dass du das, was du tust, gut und richtig machen willst. Wenn du es mit diesem Anspruch aber übertreibst, wirst du nie fertig – weil es nie perfekt ist.

 

Formuliere neue, positive Glaubenssätze – wenn du Glaubenssätze

entdeckst, die dich ausbremsen, finde eine Formulierung die dir hilfreich ist. So kann z.B. aus dem „Sei stark“ ein „Du schaffst das“ oder ein „Ich darf mir Hilfe holen“ werden.

 

Je besser du dich und deine Antreiber kennst, desto besser kannst du das für dich richtige Maß finden.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jürgen W. (Montag, 05 März 2018 17:18)

    Glaubenssatz Nr. 3 entspricht ganz einfach "Everybody's darling is everybody's Depp!" Klar, man muss nicht durchs Leben gehen wie die Axt durch den Wald, aber es jedem recht machen zu wollen, habe ich schon lange aufgegeben - und es tut gut.

  • #2

    Sabine - Die Kommunikationslotsin (Montag, 05 März 2018 17:28)

    Wie wahr, Jürgen. Es jedem Recht machen zu wollen ist ohnehin ein unmögliches Unterfangen.
    Es gehört eine Portion Mut dazu, dieses Denkmuster abzulegen, denn oft ist die Angst vor negativen Reaktionen da. Sich dieses Denkmuster bewußt zu machen ist ein erster Schritt.
    Und je weiter man zu sich stehen kann, desto mehr kann man spüren, dass es sich lohnt und, wie du auch schreibst, gut tut.