Fr

13

Okt

2017

Sag es mir – Warum unsere Erwartung oft zu Enttäuschung führt

Stell dir vor, jemand erwartet etwas von dir, sagt es dir aber nicht. Und ist dann total beleidigt, weil du es nicht getan hast. Das ist doch ziemlich unfair, oder?

Und doch tun wir das immer wieder. Wir erwarten von den Menschen um uns herum, dass sie doch wissen müssen, was wir möchten. Wie soll das funktionieren, wenn wir das oft genug selber gar nicht wissen? Dass das zu Konflikten führen kann, weil unser Gegenüber spüren kann, dass wir enttäuscht sind, aber nicht weiß warum, ist ziemlich klar.

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Verstehen und verstanden werden

Immer wieder beobachte ich folgende Situation: Zwei Menschen unterhalten sich, die eine Person sagt etwas, die andere nickt und sagt, kaum dass die andere geendet hat: „Genau, und….“ oder etwas ähnliches.

 

Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, möchte ich gerne, dass mein Gesprächspartner mir zuhört und mich versteht. Oft ist das nicht so einfach, denn im Normalfall sind wir Menschen, wie im oben geschilderten Fall, während des Zuhörens schon damit beschäftigt, eine Antwort auf das Gesagte zu finden. Dass dabei  ein Teil von dem, was ich gesagt habe, verloren geht, bleibt nicht aus. Wenn dann der Eindruck entsteht, der oder die Andere interessiert sich nicht für das, was ich sage, trägt das nicht zur guten Stimmung bei.

 

Wie wäre es, wenn du es anders machst und dir die Zeit nimmst, ganz bewusst zu verstehen, was dein Gesprächspartner sagt? Auch mal nachfragen, ob du alles richtig verstanden hast? Und erst über die Antwort nachdenkst, wenn er oder sie ausgeredet hat?

 

Vielleicht steigt dadurch auch bei deinem Gegenüber die Bereitschaft, gut zuzuhören. Und wenn nicht, ist es völlig in Ordnung, freundlich darum zu bitten.

 

Je besser das gelingt, umso mehr reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen und Konflikten. Und ihr beide habt das gute Gefühl, wahrgenommen zu werden.

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